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 Artgerechte Fütterung des Kaninchens

Kaninchen sind ausschließlich Pflanzenfresser, die sich in der Natur mit sehr faserreichem Futter ernähren. Die Schneidezähne wachsen beim Kaninchen bis zu 2 mm /Woche, die Backenzähne etwas langsamer. Wird die Ernährung bei Tieren mit derart spezialisierten Zähnen verändert, kann es zu beträchtlichen Zahn- und Kieferproblemen kommen. Durch das Aufeinandertreffen von Ober- und Unterkieferschneidezähnen entsteht ständig Reibung, durch welche sich die Zähne aneinander „schärfen“.

 

Damit Ihr Kaninchen auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann!
Die Backenzähne dienen der Zerkleinerung von faserreicher Nahrung. Mit etwa 120 mahlenden Kieferbewegungen/min. wird das Futter zu Brei zermahlen. Fehlende Fasern in zu energiereicher Nahrung und mangelnde Heufütterung führen schnell zu Zahnproblemen.Werden Kaninchen mit körnerreichen, bunten Futtermischungen gefüttert, bevorzugen sie diese kalorienreiche Nahrung und das Futter muss nicht mehr intensiv gekaut werden. Als Folge treten Zahnfehlstellungen, überlanges Wurzelwachstum und Probleme im Magen-Darm Trakt auf. Es kommt zur Bildung von Haken, die die Schleimhaut von Zunge und Backen verletzen können.

Der Magen ist relativ klein und hat nur eine dünne Muskelschicht. Beim Darm entfallen zwei Drittel auf den Dünndarm und ein Drittel auf den Dickdarm mit dem sehr großen Blinddarm der eine Gärkammer zum Aufschluss der Nahrung darstellt. Die Bakterien im Blinddarm sind notwendig zum Aufschluss der faserreichen Nahrung. Wird die Bakterienzusammensetzung durch faserarme Nahrung, Antibiotika Gaben, Zucker- oder Stärkeenthaltende Futtermittel  verändert, kann es zu einer Überwucherung mit Bakterien kommen, die nicht mehr zum Aufschluss der Nahrung geeignet sind. Folgende Punkte sind zu beachten: 

-         Qualitativ hochwertiges, faserreiches Heu zur freien Verfügung. Nicht als Einstreu, da es  sonst mit Kot und Urin verschmutzt wird (Raufe)

-         Jederzeit Zugang zu frischem Wasser

-         Geeignete Gemüse und Kräuter (z.B. Möhre, Kohlrabi, Fenchel, Brokkoli, Sellerie, Petersilie, Dill, Pimpernell, Löwenzahn, Kamille)  am besten aus organischem Anbau

-         Nagematerial aus frischen Ästen Haselnuss, Buche, Obstbäume

-         Hartes Brot ist kein geeignetes Nagematerial, ebenso nicht Kalksteine und Sepiaschalen

-         Obst selten! Apfel, Birne, Himbeere, Erdbeere. Keine fett- und energiereichen Snacks mit Getreide, Nüssen und Samen


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